Energie-Management-Systeme

Die Einführung von Energie-Management-Systemen (EnMS) ist meist Grundlage für Zertifizierungen. So werden energieintensive Vorgänge transparent gemacht und in standardisierten Reports Entscheidungsträgern formal zur Verfügung gestellt. Eine Zuordnung von Energie- zu Kostenträgern veranschaulicht die Nutzung und fördert einen verantwortungsvollen Umgang mit kostensensitiven Rohstoffen. Die Aufdeckung von energetischen und damit bilanziell relevanten Zusammenhängen transponiert energieeffizientes Handeln auf die jeweils einflussnehmenden Ebenen. Das Bewusstsein um die Zusammenhänge in der jeweiligen Ebene ermöglicht energie- und kostenoptimierte Strategien.

Mit Unterstützung von Energie-Management-Systemen können für viele Anforderungen energieeffiziente Optimierungsstrategien im optimalen Verhältnis und im Einklang mit Sicherheitsanforderungen, Energieverbrauchsoptimierungen und Komfortansprüchen in einem individuellen Zuschnitt entwickelt werden.

Erreicht wird dies durch kontinuierlich überwachte Umweltbedingungen, Erfassung der Verbrauchs- und Nutzungsdaten, Vergleich von Soll- und Ist-Werten, Detektion und Alarmierungen von signifikanten Abweichungen in der gebäudetechnischen  Ausstattung.

 

  • Last- und Verbrauchsprofile
  • Produktionsprozesse
  • Aufbereitung von Energiedaten
  • Diagramme
  • Sankey, Dauerlinie usw.

 

  • Zentrale Energie-Datenerfassung
  • Zentrales Energie-Monitoring
  • Zuordnung von Prozessen
  • Zuordnung von Materialfluss
  • Optimierung der Energiekosten

 

Unternehmen mit einem Energieverbrauch ab 5 GWh, die sich nach der besonderen Ausgleichsregelung von der EEG-Umlage befreien lassen wollen, müssen ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach DIN ISO 50001 oder  Umwelt- managementsystem nach EMAS nachweisen.
Äquivalent zu klassischen Management-Systemen wird die Zertifizierung nach ISO 50001 nicht nach Sektoren oder Unternehmensgrösse ausgerichtet. Sie ist ein Management-Instrument, das von Unternehmen und Organisationen unterschiedlichster Art und Grössen für das Energiemanagement eingesetzt werden kann, unabhängig von Auflagen oder verpflichtenden Verordnungen. Die Zertifizierung nach ISO 50001 basiert auf den kontinuierlichen PDCA oder Plan-Do-Check-Act Prozessen, wie auch andere ISO-Managementsysteme z. B. ISO 9001, ISO 14001 und EMAS.

Seit dem 01. Mai. 2015 sind die Fördermittel zur Einführung der Zertifizierung neu geregelt:

  • Externe Beratung bei der Erstzertifizierung (60%, max. 3.000 Euro)
  • Mitarbeiterschulung, Energiemanagementsystem
  • bei Erstzertifizierung (30%, max. 1.000 €)
  • Ersatzzertifizierung ISO 50001 (max. 6.000€)
  • Messtechnik Investitionskosten ( 30%)
  • Bewilligungszeitraum 12 Monate
  • Antragsberechtigt sind Unternehmen bzw. deren kleinste rechtlich selbständige Einheit, welche die „Besondere Ausgleichsregelung“ in Anspruch nehmen
  • Alle Beihilfen des antragstellenden Unternehmens und deren verbundene  Partnerunternehmen werden betrachtet, De-Minimis – Regelung

 

Zertifizierung DIN ISO 50001

Durch langfristig zu erwartende steigende Energiekosten und verschärfte gesetzliche Vorschriften zum Umweltschutz steigen die Anforderungen, den Primärenergiebedarf zu senken und den Energieeinsatz zu optimieren. BUS-Systeme übernehmen die Übermittlung von Messdaten der Sensoren und von Statusmeldungen der Aktoren und übertragen die Messwerte automatisch und nutzungsabhängig in Daten-Erfassungs- Systeme. Die gemessenen Werte bilden die Basis für die  Steuerung, Regelung und Überwachung von technischen Anlagen in „Echtzeit“ und führen zu Alarmierungen bei Verletzung von Schwellwerten. Messwerte bilden ebenso eine Grundlage für weitere betriebswirtschaftliche Auswertungen. Durch die Auswertung  archivierter Messdaten können mit Unterstützung spezialisierter Management-Informations-Systemen (MIS) Diagramme, Grafiken und Reports erstellt und für Trendanalysen und Energie- Optimierungs-Strategien herangezogen werden.

Technische Infrastrukturen energetisch transparent abzubilden ist unter anderem eine wichtige Aufgabe eines gut eingeführten Energie-Management-Systems. Erst durch den messtechnischen Anschluss aller Gewerke, ist eine vollständige Erfassung des gesamten Energieverbrauchs möglich. Engmaschige Vernetzungen und die Aggregation von Messdaten in Verbindung mit einem kontinuierlichen Monitoring ermöglichen die Illustration zeitlicher Abfolgen energetischer Prozesse. Daraus abgeleitete detaillierte Analysen bilden die Grundlage für weitergehende Verbrauchs- und Kostenoptimierungen sowie Anhaltspunkte, um ein individuelles Regelwerk und Alarmierungszustände in der Anlagenüberwachung zu definieren.

Eine nachhaltige Planung und Durchführung von Maßnahmen zur rationellen Energieverwendung erfordert ein Energie-Management-System, welches in der Lage ist, die komplexen Vorgänge und Strukturen von technischen Einrichtungen nachvollziehbar abzubilden. Individuell zugeschnittene Visualisierungen auf verschiedenen operativen Ebenen fördern im Zusammenwirken mit Alarmierungsregeln bei signifikanten Abweichungen ein unmittelbares Handeln auf kurzen Wegen im operativen Betrieb. Aus langfristiger Archivierung der Erfassungsdaten und kontinuierlichen Auswertungen lassen sich Normalzustände ableiten, um den Ursachen kurz- bis mittelfristiger Abweichungen auf den Grund zu gehen. Ziel hierbei ist es, kumulierende Einwirkungen auf die gesamte Prozesskette einzuschränken oder gänzlich zu unterbinden, Energieverbräuche zeitlich vorauszuplanen, um ein Lastmanagement zu realisieren und den Energieverbrauch durch kontinuierliche Anpassungen deutlich zu senken.

 

Energie-Daten-Erfassung

Besondere Ausgleichsregelung des EEG (§§ 63 ff. EEG 2014)

Die Besondere Ausgleichsregelung des EEG (§§ 63 ff. EEG 2014) regelt die Bedingungen für eine teilweise Befreiung energieintensiver Unternehmen von der EEG- Umlage.
Bezogen auf das letzte Geschäftsjahr müssen folgende Bedingungen
eingehalten werden:

  • Stromintensives Unternehmen oder selbständiger Unternehmensteil des   produzierenden Gewerbes oder Betreiber von Schienenbahnen
  • Stromverbrauch beträgt mindestens 1 GWh
  • Stromkostenintensität beträgt mindestens 16% bzw. 20%.
    Je nach Unternehmen nach Liste 1 oder Liste 2
  • Eingeführtes System zur Verbesserung der Energieeffizienz (§ 3 SpaEfV)
  • Ab 5 GWh Gesamtverbrauch muss ein zertifiziertes Energie-oder Umwelt-  Managementsystem nach ISO 50001 oder EMAS eingeführt sein
  • Die EEG-Umlage muss tatsächlich gezahlt werden

Die EEG-Umlage wird folgendermassen reduziert:

  • Bis zu 1 GWh Gesamtverbrauch gibt es keine Möglichkeit der Begrenzung
  • Bei mehr als 1 GWh Gesamtverbrauch wird auf 15% der EEG-Umlage reduziert

Max. Summe der EEG-Umlage:

  • 0,5% der Bruttowertschöpfungskette (>= 20% Stromkostenintensität)
  • 4,0% der Bruttowertschöpfungskette (  < 20% Stromkostenintensität)

Min. EEG-Umlage:

  • 0,1 ct/kWh
  • 0,05 ct/kWh für Nichteisenmetallindustrie
  • Übergangs und Härtefallregelungen sind möglich
  • Antragsfrist im Regelfall bis 30. Juni jährlich
  • Antragsfrist für Neugründung bis 30. September
  • Die Antragstellung erfolgt bei dem BAFA, Online, ELAN K2

 

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